Wäsche Waschen 2026

„Ultimate is not a sport – Ultimate is a lifestile“, lautet ein altes Sprichwort. In diesem Sinne trifft man sich in der Ultimate-Frisbee-Community nicht nur zum Spielen, sondern auch zum gemeinsamen Wäsche waschen. Am Werbellinsee bei Eberswalde steht extra für diesen Zweck eine alte Waschmaschiene vom Typ Privileg Sensation 75, die einmal jährlich in einem Intensivwaschgang die durchgeschwitzte kleidung aller Frisbeespielerinnen und Frisbeespieler der Region reinigt.
Mit reichlich Wäsche im Gepäck reisten die Airpussies zum Wäsche Waschen, 7 gegen 7 auf dem Großfeld direkt am See. Am Samstagmorgen, noch bei erträglichen Temperaturen, starteten wir mit einem Spiel gegen alte Bekannte, die DJs aus Berlin. Die DJs gingen 1:0 in Führung, doch nach ein paar Punkten waren wir eingespielt und konnten das Spiel wieder drehen. Wir hielten unseren knappen Vorsprung bis zum Ende und gewannen 7:6.
Nach nur einem Spiel Pause warteten die TeKielas aus Kiel auf uns. Unsere Defense-Strategie, bei der wir die kurzen Pässe verhindern wollten, konnten sie gut durchbrechen. Nach der Hälfte des Spiels passten wir unsere Defense noch etwas an, aber den Rückstand konnten wir nicht mehr aufholen. Die TeKielas gewannen 7:5.
Nach einer weiteren kurzen Pause spielten wir gegen Kombinat Rundplastik aus Neubrandenburg. Inzwischen waren es schon über 30 Grad und bei beiden Teams ließ die Konzentration nach, es gab entsprechend viele Turns. Obwohl sich das Spiel ziemlich ausgewogen anfühlte, gewannen die Neubrandenburger 6:4.
Vor unserem Spiel gegen Goldfingers aus Potzdam hatten wir eine längere Pause mit gemeinsamem Baden im See. Das schien uns gut zu tun, denn wir waren von Anfang an wach, gaben die Scheibe nur selten her und produzierten mit der Defense wieder viele Turns. Mit knappem, aber konstantem Vorsprung sicherten wir uns das 7:6.
Unser letztes Spiel am Samstag startete erst zwei Stunden später. Dadurch waren wir wohl ein Bisschen zu ausgeruht, die 35 Grad im Schatten taten ihr übriges, und wir hatten Mühe ins Spiel reinzukommen. Auf einmal hatten wir Mühe, eigentlich einfache Pässe sicher zu spielen. Entsprechend deutlich hatte Rotor das ganze Spiel über die Nase vorn und gewann 8:2.
Nach dem letzten Spiel traten am Samstag Abend alle Teams beim Teamrace gegeneinander an. Getreu dem Motto des Turniers ging es darum, ein Trikot in mehreren Schritten zu waschen und wieder zu trocknen. Leider brauchten wir zu lange, um den Wäschekorb mit der Scheibe zu treffen, und landeten nicht unter den besten Teams.
Von der anschließenden Party liegen nur wenige mündliche Überlieferungen vor, ein großer Teil des Teams legte wohl Wert auf ausreichend Schlaf.
Vom Wetter her war der Sonntag ein krasser Gegensatz zum Samstag. Es war 10 Grad kälter und beim ersten Spiel gegen Schleudimates zog ein heftiger Regenschauer über das Spielfeld. Während des Kaltspülgangs bauten die Schleudimates einen ordentlichen Vorsprung auf und ließen uns auch danach keine Chance. Um unseren einzigen Punkt zu fangen, brauchte es vier Hände. Das Spiel endete 7:1 für Schleudimates.
Im Anschluss spielten wir ein zweites Mal gegen die TeKielas. Die Kieler spielten noch ein Stückchen besser als am Vortag und gewannen 10:4.
Das letzte Spiel war dann deutlich spannender. Mit 75PS, dem Ausrichterteam, waren wir lange gleichauf. Bei Ablauf der Zeit stand es 4:4, im letzten Punkt konnten also beide Teams noch gewinnen. Wir spielten sehr lange im Aufbau hin und her, verloren aber nicht die Konzentration und passten dann den richtigen Moment abpassen. Wir gewannen 5:4.
Wir landeten auf Platz 7 von 12 und kehren frisch gewaschen und ordentlich durchgeschleudert nach Berlin zurück. Vielen Dank an 75 PS für dieses schöne Turnier!